Studie: Online-Forschung in Österreich 2010
Multimedial, schnell, kostengünstig: Das sind aus Sicht der Befragungsteilnehmer der Studie "Online-Forschung in Österreich 2010" des >Expertenforum Online-Forschung< die drei Hauptvorteile von Online-Forschung. Befragt wurde das Fachpublikum das Expertenforums sowie Mitglieder der beiden Branchenverbände VMÖ und WWG und die Empfänger des Globalpark-Newsletters. Studienleiter Mag. Florian Keusch (Institut für Werbewissenschaft und Marktforschung, WU Wien): "Ziel der Studie war eine Standortbestimmung der Online-Marktforschung in Österreich abzuliefern und die aktuelle Stimmung zum innovativsten und jüngsten Bereich der Marktforschung einzufangen".
92% der Befragten haben unmittelbare Erfahrung mit Online-Marktforschung, wobei mehr als die Hälfte (60%) das erste Projekt innerhalb der letzten 4 Jahre durchgeführt hat. Entsprechend hoch ist das Wissen zum Thema: 95% fühlen sich sehr gut oder gut informiert.
Das am häufigsten eingesetzte Instrument sind webbasierte Fragebögen, die von 70% der Befragten regelmäßig genutzt werden. An zweiter Stelle befinden sich bereits "Online Access Panels", also Datenverzeichnisse befragungswilliger Internetuser. Diese Panels werden von 53% der Befragten regelmäßig eingesetzt. Befragungen via SMS und MMS bzw. Mobile Blogs sind noch sehr selten eingesetzte Instrumente.
Interviews via Internet werden nach Einschätzung von 81% der befragten Personen im Jahr 2010 wachsen. 66% der Befragten gehen davon aus, dass die Anzahl jener Personen, die sich als Umfrageteilnehmer in den Panels anmelden weiter wachsen wird.
Wie zufrieden ist man aber mit den österreichischen Onlinern im Vergleich zu den Offline-Marktforschern? Die besten Noten gibt es für das "Preis-Leistungs-Verhältnis" sowie die "Dauer der Projektabwicklung", am kritischsten wird die Responserate beurteilt:
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Grafik: Zufriedenheit mit der Online-Marktforschung.
Repräsentativität ist auch weiterhin ein sehr heiß diskutiertes Thema in der Online-Marktforschung, mehr als zwei Drittel sehen darin immer noch den größten Nachteil im Vergleich zu anderen Methoden. "Die Repräsentativitätsdiskussion wird von Jahr zu Jahr weniger geführt und mit steigender Internet-Durchdringung obsolet. Als Expertenforum nehmen wir die Sorgen der Branche sehr ernst und werden heuer in Veranstaltungen zu diesem Thema informieren", so Mag. Christian Führer vom >Expertenforum Online-Forschung<.
Resümierend stellt die Studie der Branche ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Die Akteure wissen zunehmend die Vorteile der neuen Methode zu schätzen, immer mehr Online-Forscher entwickeln innovative methodische Ansätze und wissen das Potenzial der Online-Marktforschung zu nutzen. Vorbehalte wegen mangelnder Repräsentativität in bevölkerungs-repräsentativen Studien bestehen weiterhin, werden aber mittel- und langfristig der Vergangenheit angehören. Die Branche befindet sich immer noch im Aufbruch, es wird ihr von allen Seiten großes Wachstum prognostiziert.
Downloaden Sie hier den vollständigen Report der Studie!
Downloaden Sie hier die Ergebnisse aus 2009!
Downloaden Sie hier die Ergebnisse aus 2008!
Rückfragen
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Mag. Florian Keusch | Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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+43(0)1 313 36 - 4522 | florian.keusch[at]wu.ac.at